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leserbriefe

Fragen an den Mond

Andrea M. aus Amerang: Mit Ihren Regeln zum Haare schneiden habe ich zwar bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht, aber ich vermisse in Ihren Büchern Angaben darüber, ob der Mond auch das Färben von Haaren beeinflusst. Können Sie mir da Genaueres sagen, oder hat der Mond hier keine Wirkung?

Thomas: Doch, der Mond kann auch hier helfen. Seine Wirkung ist jedoch nicht so stark, dass es sich lohnen würde, daraus eine feste Regel zu formulieren. Hätten wir hier eine Empfehlung abgegeben, dann ärgern sich die Friseure, weil immer weniger Kunden bei abnehmendem Mond zum Haare färben kommen würden. Das wäre aus unserer Sicht viel zu fanatisch gedacht. Das Mondwissen soll ja das genaue Gegenteil erreichen, nämlich die Anwendung im täglichen Leben mit Vernunft, Maß und Ziel, realistisch sowohl für die Kunden wie die Friseurbetriebe. Die Zusammenhänge des Färbens sind unserer Erfahrung nach recht einfach: Bei zunehmendem Mond hält Haarfarbe etwas länger, die Farbe ist etwas intensiver. Bei abnehmendem Mond gefärbt wäscht sich Abtönfarbe schneller aus. Diese Regeln gelten in gleicher Weise für das Färben von Stoff. Beim Stoff färben sollte man nur eventuell die Wassertage Fische, Krebs und Skorpion meiden. Manche Mondkalender enthalten genauere Angaben zum Haare färben, die wir aber nicht bestätigen können.

Einfach zum Nachdenken

Ein "Leben im Gleichgewicht" heißt, die Wellenbewegungen, denen unser Körper ausgesetzt ist, nicht fortwährend zu missachten oder ständig gegen ihren Strom zu schwimmen. Es bedeutet, geduldig den Rhythmen der Natur, der Jahreszeiten und des eigenen Körpers zu lauschen, ihre Signale verstehen zu lernen und sich - wie ein guter Wellenreiter - ihrem steten Auf und Ab harmonisch anzupassen. Eine unschätzbare Fähigkeit, wenn man die Stürme erfolgreich bestehen will, die das Leben für jeden von uns bereithält. Andererseits heißt Leben im Gleichgewicht durchaus nicht, Wind und Wellen absolut gehorsam zu sein und ein Leben nach dem Minutenzeiger der Uhr oder nach dem Kalender zu führen. Starre Regelmäßigkeit und Bequemlichkeit, ein träges, monotones und lauwarmes Dahinfließen der Zeit und des Lebens richten sich gegen die Natur. Dosierter Ungehorsam, mal ein heftiges, fröhliches Übertreiben, durchgemachte Nächte in herzlicher Gemeinsamkeit oder bei beflügelter Arbeit - all das ist mindestens ebenso wichtig für Gesundsein und -bleiben wie ein geordneter Alltag. Jedes Organ, jedes lebende Wesen braucht von Zeit zu Zeit geistige und körperliche Anstöße, Schocks sozusagen, um an die Grenzen seiner Entfaltungsmöglichkeiten vorzustoßen, um zur Ganzheit aufzublühen, für die es gedacht ist.
(Ron Fischer)

Bücher im Überblick

  • Fragen an den Mond
  • Moon Power
  • Tiroler Zahlenrad
  • Das Buch der Lebenschancen
  • Vom richtigen Zeitpunkt
  • Alles erlaubt!
  • Aus eigener Kraft
  • Bauen mit dem Mond
  • Mondgymnastik
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