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leserbriefe

Fragen an den Mond

Dr. Robert S. aus Wien: Meine Frau richtet sich seit einiger Zeit nach dem Mondkalender und ich muss zugeben, dass sie mir manchmal damit auf die Nerven geht. Meinen Sie denn nicht, dass der Mondkalender nicht schon überholt ist in unserer aufgeklärten Zeit?

Thomas: Für Ihre momentane Sicht habe ich viel Verständnis, denn ich bin erst sehr spät durch Johanna mit dem Mondkalender in Berührung gekommen - noch dazu als Stadtbewohner, aufgewachsen fern von natürlichen Zusammenhängen, in einer Zeit, in der selbstgemachte Marmelade als „unfein“ galten und man mit viel Zukunftsvertrauen asbestverseuchte Hochhäuser und formaldehyd-verseuchte Forsthäuser baute. Ihre Frau ist jetzt einfach zu begeistert und bedrängt Sie wohl etwas. Sie müsste mehr Mut haben, Sie in Ruhe zu lassen. Denn die Einsicht in die Zusammenhänge kommt ganz von selbst. Auch Sie persönlich werden die Erfahrung machen, welchen Gewinn das Mondwissen in Ihrem Alltag bedeuten kann. Sie müssen es ja niemandem sagen! Glücklicherweise wird heute wieder viel mehr auf den Mondkalender geachtet als man glaubt, und ich bin stolz, daran mitgewirkt zu haben. Gerade in der Landwirtschaft, nach den vielen Jahrzehnten der sinnlosen Symptombekämpfung, haben viele Bio-Bauern erfahren, um wie viel leichter sie sich das Leben machen können. Ebenso in Medizin, Gartenbau, Holzwirtschaft, usw.

Einfach zum Nachdenken

Ein "Leben im Gleichgewicht" heißt, die Wellenbewegungen, denen unser Körper ausgesetzt ist, nicht fortwährend zu missachten oder ständig gegen ihren Strom zu schwimmen. Es bedeutet, geduldig den Rhythmen der Natur, der Jahreszeiten und des eigenen Körpers zu lauschen, ihre Signale verstehen zu lernen und sich - wie ein guter Wellenreiter - ihrem steten Auf und Ab harmonisch anzupassen. Eine unschätzbare Fähigkeit, wenn man die Stürme erfolgreich bestehen will, die das Leben für jeden von uns bereithält. Andererseits heißt Leben im Gleichgewicht durchaus nicht, Wind und Wellen absolut gehorsam zu sein und ein Leben nach dem Minutenzeiger der Uhr oder nach dem Kalender zu führen. Starre Regelmäßigkeit und Bequemlichkeit, ein träges, monotones und lauwarmes Dahinfließen der Zeit und des Lebens richten sich gegen die Natur. Dosierter Ungehorsam, mal ein heftiges, fröhliches Übertreiben, durchgemachte Nächte in herzlicher Gemeinsamkeit oder bei beflügelter Arbeit - all das ist mindestens ebenso wichtig für Gesundsein und -bleiben wie ein geordneter Alltag. Jedes Organ, jedes lebende Wesen braucht von Zeit zu Zeit geistige und körperliche Anstöße, Schocks sozusagen, um an die Grenzen seiner Entfaltungsmöglichkeiten vorzustoßen, um zur Ganzheit aufzublühen, für die es gedacht ist.
(Ron Fischer)

Bücher im Überblick

  • Fragen an den Mond
  • Moon Power
  • Tiroler Zahlenrad
  • Das Buch der Lebenschancen
  • Vom richtigen Zeitpunkt
  • Alles erlaubt!
  • Aus eigener Kraft
  • Bauen mit dem Mond
  • Mondgymnastik
  • Der lebendige Garten

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